Endlich wieder gut schlafen
Schlaf ist mehr als nur eine Pause vom Alltag. Er ist essenziell für unsere körperliche und mentale Gesundheit, unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Dennoch haben viele Menschen Schwierigkeiten, regelmässig gut zu schlafen – von Einschlafproblemen bis zu Albträumen.
Schlaflosigkeit ist oft ein Spiegel grosser Belastung
Kennen Sie das Gefühl, im Bett zu liegen, die Augen zu schließen – und trotzdem wälzen Sie sich stundenlang hin und her? Schlaflosigkeit kann den Alltag stark belasten. Müdigkeit, Reizbarkeit, Sorgen – alles stapelt sich, und je mehr man sich den Schlaf wünscht, desto weiter entfernt er sich.
Oft entstehen Schlafstörungen in besonders herausfordernden Lebensphasen: ein neuer Job, eine Trennung, Krankheit oder andere grosse Veränderungen. Ihr Körper reagiert auf den Stress, Gedanken kreisen, die Nacht wird unruhig. Schlaflosigkeit ist in diesen Momenten also kein Zeichen von Schwäche – sie ist ein Ausdruck dessen, was Sie tagsüber stark beschäftigt. Ihr Kopf versucht angestrengt Probleme zu lösen, während Sie sich nichts sehnlicher als Schlaf wünschen.
Der Teufelskreis der chronischen Schlafstörung
Leider hört der Stress nicht automatisch auf, wenn die belastende Situation vorbei ist. Nach einiger Zeit kann sich Schlaflosigkeit verfestigen. Wer einmal chronisch schlecht schläft, kennt das: das frühe Erwachen, das Grübeln, die Sorge vor der nächsten Nacht. All dies verstärkt den Schlafmangel und macht den Alltag noch anstrengender.
Schlafprobleme führen oft zu Angst und Sorge. So entsteht ein Teufelskreis: Je mehr man sich erholsamen Schlaf wünscht, desto stärker wird die Anspannung, und genau das verhindert oft das Einschlafen.
Schlaflosigkeit ist aber nicht nur ein körperliches Problem – sie weckt auch viele unangenehme Gefühle. Häufig kommen Selbstvorwürfe hinzu: „Warum habe ich diese Probleme?“ Viele Betroffene fühlen sich dadurch unfähig oder anders als andere, die scheinbar mühelos schlafen. Es wächst eine innere Unzufriedenheit, Ungeduld und manchmal auch Ablehnung gegenüber sich selbst.
Diese Gedanken und Gefühle sind verständlich. Zugleich sind oder werden sie oft ein Teil dessen, was uns wach hält. Die innere Anspannung verstärkt die Schlafstörung.